Die Welt
Der radikale Hedonismus als Heilsversprechen
Unsere Wirtschaftswelt operiert wie eine „Fortschrittsreligion“. Sie verspricht unbegrenztes Glück, Freiheit und materiellen Überfluss durch Wachstum und permanenten Konsum.
Doch das System fragt nicht: „Was ist gut für den Menschen?“
Sondern: „Was dient dem Wachstum des Systems?“
Der Mensch als Rädchen
Damit die Maschinerie läuft, muss auch der Mensch laufen. Seine Lebenszeit wird kommodifiziert – „Zeit ist Geld“ – und sein Wert zunehmend daran gemessen, was er leistet, besitzt und darstellt.
Wir geraten in eine „gefüllt-bedrängte Gegenwart“: voller Arbeit, Ziele, Reize und Konsum – aber arm an wirklicher Erfahrung.
Die Welt wird zu deinem Ego.
Denn kein Mensch entwickelt sein Selbstbild im luftleeren Raum. Wir lernen früh, wonach diese Welt Wert bemisst: Leistung, Besitz, Wissen, Status und Anerkennung.
Was das System zum Funktionieren braucht, wird irgendwann zu dem, was du selbst zu brauchen glaubst.
Das äußere Hamsterrad wird zum inneren.

